25.02.2006 Kappesitzung en Mursche
... und die Murscher Fasenacht hält was sie verspricht
Auch in diesem Jahr blickt der SV Morshausen auf eine gelungene
Kappensitzung zurück Morshausen. Viele Närrinen und Narren aus Morshausen,
Beulich und Umgebung suchten mal wieder den Weg in die „Murscher Narrenhalle“
um sich durch tolle Vorträge, abenteuerliche Tänze und mitreißende
Stimmungsmusik auf die närrischen Tage einzustimmen.
Pünktlich um 20:11 Uhr zog der Vorstand
des SV Morshausen, begleitet von der Funkengarde aus Gondershausen,
in die festlich geschmückte Murscher Narrenhalle ein. Anschließend
heizten die „Gonderscher Funke“, die bis auf den letzten Platz besetzte
Halle, so richtig auf.
Als erste Rednerin stieg die Schweizerin Kerstin Weilenmann
in die Bütt und wusste trotz ihrer antikarnevalistischen Einstellung so
manches über die Gepflogenheiten im rheinländischen Karneval zu berichten.
Auch in
diesem Jahr suchte die Tanzgruppe aus Burgen den Weg von der
Mosel in den Hunsrück. Sie traten den Beweis an, dass auch sie, aufgrund
des mediterranen Klimas an der Mosel, zu heißen Klängen ihre Bäuche
in vollendeter Weise kreisen lassen können. Das Publikum reagierte
mit tosendem Applaus.
Die
neue Sitzungspräsidentin Sabine Christmann, die jedoch
ein bekanntes Gesicht in der Murscher Fasenacht darstellt, begrüßte
in alter Manier die Bürgermeister aus Morshausen und Beulich, sowie den
Verbandsbürgermeister Peter Unkel.
Oswald
und Günter Wölbert stellten vortrefflich Szenen einer Ehe
mit einem dazugehörigen Ehedrama dar. Für diese Darbietung
ernteten sie viele Lacher und viel Gegröle aus dem Publikum.
Der
Saal tobte, als die Blue Diamants des ECV als flotte
Servierbienen auf die Bühne stürmten. Während und nach
dieser Showeinlage schien es nicht verwunderlich, dass die Gäste noch mehr
Lust nach erfrischenden Getränken verspürten.
In diesem
Jahr hatte der Nachwuchsredner Marco Christmann Verstärkung
aus der Schweiz mitgebracht. Marco fungierte als Handpuppe von Peter
Weilenmann und konnte auch hier seine freche Klappe nicht halten.
Es
folgte die Begrüßung der Nachbarvereine und der Murscher
und Beulicher Möhnen.
Bevor es in die Pause ging, strapazierten Pann und Pännchen alias
Tobias und Manfred Stoffel noch einmal die Lachmuskeln des Publikums.
Nach der verdienten Pause für die Gäste, konnte Andrea Mallmann
als geplagte Ehefrau mit viel Witz, über die alltäglichen
Haushaltspflichten in einer Ehe, die Zuschauer für sich gewinnen.
Die No Names stimmten anschließend mit ihrer akrobatischen
Tanzdarbietung auf die bevorstehende Fußballweltmeisterschaft
ein.
Weiter ging es mit einer professionellen Tanz- und vor allem Gesangseinlage
der Frauen aus den gemischten Dörfern. Als Kosaken verkleidet
überzeugten sie mit Evergreens wie Moskau und Dschinges Kahn, sodass die
Gäste gar nicht mehr mit dem Schunkeln und Klatschen aufhören wollten.
Die Fußballer
des SV Morshausen schafften es mal wieder dem Publikum viel Begeisterung
und vor allem viel Gejauchze zu entlocken. Ob sie sich nun für eine andere
Sportart als dem Fußball entscheiden, bleibt abzuwarten. Der ästhetische
Wert ihrer Aerobic Kluft übersteigt jedoch den ihrer Trikots bei
weitem.
Plötzlich segelte ein Piratenschiff begleitet von düsteren
Klängen durch die Halle. Die Tänzerinnen und Tänzer des
SV Morshausen boten einen erstklassigen Piratentanz zu fetziger
Musik, den das Publikum mit einem langanhaltendem Beifallssturm würdigte.
Da die
Gäste nun richtig aufgeheizt waren, wurde es Zeit für das alljährliche
Highlight- das Männerballett. Mit knappen Kleidchen und
Stöckelschuhen zeigten die Männer ihre Reize zu Charleston Klängen.
Bei diesem anmutigen Anblick war so manche Frau der Ohnmacht nahe.
Beim abschließenden Finale sorgte Musiker Toni bei allen
Akteuren und dem Publikum für ausgelassene Karnevalsstimmung.
Schluss war an dieser Stelle jedoch noch lange nicht. Bis in die frühen
Morgenstunden wurde getanzt, geschunkelt, gesungen und gelacht was das Zeug
hielt.
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